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Beitrag von Zoey am Di Mai 29, 2018 8:11 am

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Rhabarber bringt den Darm in Fahrt
Rhabarber ist eine äußerst vielseitige Pflanze. In der Heilkunde nutzt man Extrakte der Wurzel des Medizinrhabarbers, in der Küche die Stängel einer für Speisen geeigneten Zuchtform.

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Rhabarber
©️ Jesko Donst

Der herbsaure Geschmack von Rhabarber (Rheum rhabarbarum) ist nicht jedermanns Sache. Auch das stumpfe Gefühl, das die Stangen auf den Zähnen hinterlassen, trägt nicht dazu bei, dieses Gemüse zum Liebling der Massen zu machen. Und doch gibt es viele Menschen, die in der Rhabarbersaison gerne das eine oder andere Stück frischen Rhabarberkuchen essen.
Der Rhabarber, den man gemeinhin für Speisen benutzt (siehe Abbildung), ist eine relativ junge Züchtung, die sich vom Chinesischen Rhabarber (Rheum palmatum, R. officinale) ableitet. Die Wurzeln dieser ursprünglichen Art werden in China seit Jahrtausenden in der Heilkunde eingesetzt. Und auch im heutigen Europa schätzt man ihre abführende Wirkung. Dieser Effekt geht von den sogenannten Anthranoiden aus. In ganz ähnlicher Form finden sich diese Inhaltsstoffe beispielsweise auch in Sennesblättern, Aloe oder Faulbaumrinde. Sie verstärken die Darmbewegung und sorgen dafür, dass mehr Flüssigkeit in den Darm gelangt. So lösen sie zuverlässig Stuhlgang aus
Rhabarberwurzel bereitet man am besten als Tee zu. Für eine Tasse werden ein bis zwei Gramm Pulver mit 125 Millilitern kochendem Wasser überbrüht und nach 10 bis 15 Minuten abgeseiht. Davon jeweils morgens und abends eine Tasse trinken. Fachleute empfehlen, Tees aus Rhabarberwurzel ebenso wie die übrigen Anthranoide enthaltenden pflanzlichen Arzneimittel nur maximal ein bis zwei Wochen am Stück anzuwenden, da dem Körper ansonsten zu viel Kalium verloren geht. Das könnte die Verstopfung letztendlich noch verstärken und Herzrhythmus-Störungen oder Nierenprobleme nach sich ziehen.
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Re: Gesundheit

Beitrag von Zoey am Di Sep 11, 2018 6:07 pm

Warum wir Fett im Essen brauchen

Lange Zeit dachte man: Wer viel Fett isst, wird selbst fett. Dabei braucht der Körper gesunde Fette in Maßen. Und es kann sogar schädlich sein, sich dauerhaft zu fettarm zu ernähren
von Konstanze Faßbinder, 11.09.2018

Lange Zeit galt Fett als das Böse unter den Nährstoffen. Wer zu viel davon verspeist, wird selbst: fett. Inzwischen ist klar, dass der Körper täglich eine gewisse Menge an gesundem Fett benötigt. Es ist essenziell für den Stoffwechsel. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, 30 Prozent ihrer täglich benötigten Energie in Form von hochwertigem Fett zu sich zu nehmen.
Vier Esslöffel Olivenöl
Sehr viel braucht es dafür nicht. "Die Energiedichte von Fett ist doppelt so hoch ist wie die von Kohlenhydraten und Eiweißen", sagt Professorin Susanne Klaus, Leiterin Physiologie des Energiestoffwechsels am Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke. Mit vier Esslöffeln Olivenöl deckt eine erwachsene Frau bereits ihren Tagesbedarf. Bei dessen individueller Berechnung können zum Beispiel Apps für das Smartphone helfen.
Gefährdet, zu wenig Fett aufzunehmen, sind in erster Linie Menschen, die extreme Diäten einhalten oder generell wenig essen – weil sie sehr alt oder krank sind. Die Folge: Hormon- und Vitaminmangel.
Fett wird zur Produktion von Hormonen benötigt
"Fett ist ein wichtiger Baustoff von Hormonen", sagt Monika Bischoff. Die Ökotrophologin leitet das Zentrum für Ernährung und Prävention am Krankenhaus Barmher­­zige Brüder in München. "Bestimmte Fettsäuren regulieren den Blutdruck, wirken entzündungs- und gerinnungshemmend." Zudem kann der Körper die Vitamine A, D, E und K nur in Kombination mit Fett verwerten.
Wer über mindestens sechs Monate weniger als zehn Gramm Fett täglich zu sich nimmt, kann sich schlapp fühlen, schnell frieren, Haare verlieren. Eventuell verändert sich die Haut, oder die Konzentration lässt nach. Das Immunsystem wird geschwächt, die Infektgefahr steigt. Jüngere Frauen laufen laut Bischoff Gefahr, kaum noch ihre Periode zu bekommen; ältere haben stärkere Beschwerden in den Wechseljahren.
Entscheidend ist die Qualität
Wichtiger als die Menge ist Expertin Klaus zufolge jedoch die Qualität. Pflanzliche Fette aus Oliven, Sonnenblumenkernen oder Raps sind solchen in Fleisch oder Milchprodukten vorzuziehen. Als besonders gesund gelten mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie stecken unter anderem in fettem Seefisch und Leinöl und sind wichtig für das Gehirn.
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